10. Oktober 2012

Alte Datenformate: Informationen halten ewig - oder doch nur fünf Jahre?

Digitale Daten halten für immer! - Oder für fünf Jahre. Je nachdem was zuerst kommt.

Diese These aus den neunziger Jahren spielt auf das Formatproblem bei der Datenspeicherung an: Werden Programme modernisiert oder durch neuere verdrängt, sind die alten Dokumente unter Umständen nicht mehr lesbar und damit wertlos. Das Problem betrifft zum Beispiel Bibliotheken, die digital archivieren wollen.

Eine Studie aus Großbritannien belegt jetzt: Es ist nicht so schlimm wie in den Neunzigern vermutet. 2,5 Milliarden Internetseiten und andere Dokumente aus dem Vereinigten Königreich wurden untersucht, aktuelle und solche, die nicht mehr online sind. Ergebnis: Für viele Dokumente gibt es zwar neue Standards, aber die alten sterben sehr viel langsamer aus, als befürchtet. Meist bleiben die früheren Versionen auch noch nach zehn bis fünfzehn Jahren lesbar.

Für Bibliotheken ist das eine gute Nachricht. Sie müssten sich sonst darauf einstellen, alle zehn Jahre ihren gesamten Bestand umzuformatieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)