10. Oktober 2012

Zweisprachigkeit verbessert kognitive Funktionen

Im Urlaub wird es häufig klar, warum es nützlich ist, mehr als nur die eigene Sprache zu sprechen.

Forscher sehen darin aber noch ganz andere Vorteile. Wie die Zeitschrift "Psychologie heute" berichtet, sind zweisprachige Menschen Monolingualen bei kognitiven Funktionen überlegen. Dazu gehörten beispielsweise Aufmerksamkeitssteuerung, Prioritätensetzung, Unterdrücken spontaner Handlungsimpulse und Flexibilität. Das nehme mit dem Alter zu und falle bei Menschen zwischen 60 und 80 Jahren besonders ins Gewicht. Zweisprachigkeit scheine sogar den Beginn einer Alzheimererkrankung hinauszögern zu können.

Die Zeitschrift zitiert aus einer kanadischen Untersuchung aus dem Jahr 2007. Demnach waren Symptome einer Demenz bei Monolingualen im Schnitt mit 71,4 Jahren aufgetreten und bei Bilingualen erst mit 75,5 Jahren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)