11. Oktober 2012

Testosteron fördert angeblich soziales Verhalten

Zum Männlichkeitshormon Testosteron fällt einigen als erstes geföhntes Brusthaar und aggressives Verhalten auf.

An Ehrlichkeit denken dagegen wohl die wenigsten. Ein Fehler, wie jetzt eine Studie der Universität Bonn nahelegt. Die Wissenschaftler beobachteten, dass das Geschlechtshormon auch soziales Verhalten fördern kann. So zeigte sich, dass Probanden in Testsituationen deutlich seltener logen, wenn sie zuvor Testosteron erhalten hatten. Testteilnehmer, denen dagegen ein Placebo verabreicht worden war schwindelten häufiger.

Bei dem Experiment mussten die 91 männlichen Probanden angeben, welche Zahl sie mit einem Würfel geworfen hatten - je höher die Zahl, desto höher der Geldbetrag, den sie bekamen. Dass die Teilnehmer mit dem höheren Testosteron-Spiegel seltener logen, erklärt sich der Bonner Ökonom Armin Falk folgendermaßen: Vermutlich steigere das Hormon den Stolz und das Bedürfnis, ein positives Selbstbild zu entwickeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)