11. Oktober 2012

Antarktisches Eis in 3D soll Auswirkungen des Klimawandels verständlich machen

Die Ästhetik ist bei dieser Karte Nebensache.

Ein Team internationaler Wissenschaftler hat mithilfe eines Unterwasser-Roboters eine Karte der Unterseite des antarktischen See-Eises erstellt. Ihr Ziel: Die Dicke des Eises bestimmen zu können, denn die gilt als wesentlicher Faktor, um Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen uns möglicherweise auch vorhersagen zu können. Sichtbar wurde eine Landschaft aus Bergen und Tälern - nur eben sozusagen als Negativ-Abbild.

Der deutsche Forscher Jan Lieser, der sich an Bord des Forschungsschiffes befindet, erklärte der Nachrichtenagentur Reuters: Wenn sich die Dicke des antarktischen See-Eises verändere, beeinflusse das die Bildung des typischen, kalten und sehr salzigen Bodenwassers - und dies wiederum sei eine Treibkraft globaler Meeresströmungen.

Die Unterwasser-Eis-Karte der Wissenschaftler ist die erste ihrer Art: Bisher beruhten die Messungen zur Eis-Dicke auf Daten, die von der Luft aus erhoben wurden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)