11. Oktober 2012

Wählengehen sorgt für erhöhte Ausschüttung von Stresshormon

Eigentlich ist es nur ein kleines Kreuzchen.

Aber mit unserer Stimme bei Wahlen entscheiden wir darüber mit, wie die politischen Machtverhälntnisse in den nächsten Jahren aussehen. Vielleicht liegt es daran, dass Menschen unmittelbar vor der Stimmabgabe bei nationalen Wahlen ziemlich gestresst sind - sogar so sehr, dass sich ihr Hormonhaushalt verändert. Das haben israelische Mediziner herausgefunden.

Für ihre Studie haben sie bei der letzten Parlamentswahl in Israel im Jahr 2009 Wähler begleitet. Die Probanden musste unmittelbar vor der Stimmabgabe eine Speichelprobe abgeben und einen Fragebogen zu ihrem Stresslevel beantworten. Eine nichtwählende Kontrollgruppe aus derselben Gegend durchlief die gleiche Prozedur. Dabei zeigte sich: Bei den Wählern war die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol deutlich erhöht. Die Wissenschafler wollen jetzt weiter erforschen, ob der Stress das Verhalten der Wähler beeinflusst.

Hier gehts zur Studie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)