12. Oktober 2012

Injektionen bald ohne Nadel?

Spritzen ohne Piekser.

Ein Traum für Arztphobiker könnte wahr werden, geht es nach Forschern aus den Niederlanden.

In Tests konnten sie gefärbtes Wasser so konzentrieren, dass ein mikroskopisch kleiner Strahl entstand. Dieser Strahl wurde dann auf eine Geschwindigkeit von über 3000 km/h gebracht werden, damit die Flüssigkeit durch die Haut in den Körper gelangt. Das Ganze ist kleiner als ein Stachel von einer Stechmücke, der Patient soll also deutlich weniger spüren als bei einer klassischen Spritze mit Nadel.

Noch müssen die Forscher ein paar Probleme lösen. Die Flüssigkeit wird bei der Prozedur zum Beispiel kurzzeitig heiß, sodass Medikamente oder Impfstoffe kaputt gehen könnten. Dennoch könnte die Erfindung zum Segen für Menschen werden, die häufig mit Spritzen zu tun haben. So könnten Diabetiker sich in Zukunft einfach Insulin per Mikrostrahl injizieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)