12. Oktober 2012
Mädchen spielen lieber mit Puppen, Jungs mit Autos.
Klingt wie ein Klischee, ist aber häufig wirklich so. Warum, ist noch nicht sicher geklärt. Bisher galt als mögliche Erklärung, dass Jungen körperlich aktivere Spiele bevorzugen und sich dazu passendes Spielzeug aussuchen. Diese Theorie wollen amerikanische Forscherinnen jetzt widerlegt haben. In einem Experiment legten sie 18 Monate alten Kindern verschiedene Spielzeuge vor. Die Bewegungen der kleinen Probanden maßen sie mit einem Sensor an ihrem Knöchel. Dabei zeigte sich: Egal, ob sie mit angeblichem Jungs- oder Mädchenspielzeug spielten, sie bewegten sich gleichviel.
Die Forscherinnen hatten außerdem bereits im Alter von vier Monaten den Testosteronspiegel im Speichel der Kinder gemessen. Der stand in keinerlei Zusammenhang mit dem unterschiedlichen Spielverhalten. Fazit also: Ob es dafür eine biologische Ursache gibt, bleibt erstmal ungeklärt.
Die Studie ist im Fachmagazin "Hormones and Behaviour" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)