12. Oktober 2012

Immunzellen erkennen Feinde an ihrem Duft

Unser Immunsystem schützt uns vor Krankheitserregern, die in unseren Körper eindringen - indem es sie tötet. Aber wie unterscheidet es Erreger, die bereits tot sind von lebendigen, die dem Körper noch gefährlich werden können?

Bonner Forscher melden, dass sie in dieser Frage ein Stück weiter gekommen sind. Im Fachmagazin "EMBO Journal" schreiben sie, dass Abwehrzellen ihre lebenden Feinde an einer Art Duftspur erkennen.

Die bakteriellen Angreifer verraten sich demzufolge ausgerechnet, indem sie die Fresszellen ihrerseits abwehren: Wie die Forscher in Versuchen mit Mäuse-Fresszellen nachwiesen, sondern Bakterien einen Stoff ab, der die Immun-Abwehr hemmen soll. Das funktioniere ähnlich wie die Störung der Funkverbindung einer feindlichen Armee und es gelinge auch grundsätzlich. Allerdings seien es wiederum genau diese Stör-Moleküle, die von den Fresszellen erkannt würden - als sicheres Zeichen, dass ihr Feind noch lebt.

Daraufhin werden den Forschern zufolge Signale ausgesendet, die eine starke Immunreaktion auslösen. Das passiere nicht, wenn die Bakterien schon tot sind und deshalb keine Moleküle absondern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)