15. Oktober 2012
Alles eine Frage des Gleichgewichts.
Das ist das Ergebnis einer Studie einer US-Universität zum Thema Korallen, die in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" veröffentlicht wurde. Es ging den Wissenschaftlern dabei um die Zahl der einzelligen Algen, die mit den Korallen zusammenleben. Bisher ging man davon aus, dass eine hohe Algenzahl auch zu robusten Korallen führt. Denn die Algen helfen den Korallen bei der Energieproduktion. Wenn es zu warm wird, leiden die Einzeller darunter, die Koralle bleicht aus und stirbt. Also dachte man: Je mehr Algeneinzeller da sind, desto besser müsste die Koralle also gewappnet sein.
Laut der Studie ist das aber genau umgekehrt. Die Forscher ließen eingesammelte Korallen in einem Versuchsbecken auf ausbleichen und maßen dabei immer wieder den Anteil der Einzelleralgen. Es stellte sich heraus: die Korallen mit mehr Algen bleichten schneller aus, als die mit wenigen.
Das sei eine wichtige Erkenntnis zum Schutz von Korallenriffen, die in Gegenden mit vielen Algen lebten - zum Beispiel mit Abwässern belasteten Küstenabschnitten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)