15. Oktober 2012
Einfach abschreiben, kommt heutzutage nicht gut an.
Und wie die Nachrichtenagentur KNA recherchiert hat, auch in der Antike nicht. Bei einem Dichterwettstreit im damaligen Alexandria flogen einige Plagiatoren auf und wurden als Diebe abgeurteilt. Und auch der römische Dichter Martial soll einmal einen heftigen Wutanfall bekommen haben, weil sich ein Kollege mit seinen Versen schmückte. Er gab ihm den Namen "plagiarius" - Menschräuber.
Im Mittelalter sahen die Menschen das nicht mehr so eng. Die Münsteraner Sprachwissenschaftlerin Christel Meier-Staubach erklärt das damit, dass damals vor allem die Botschaft der Texte wichtig war - nicht der Autor.
Mit der Renaissance änderte sich das wieder. Albrecht Dürer setzte unter seine Bilder Initialen und Galileo Galilei reklamierte die Urheberschaft einer Erfindung in einer Anhörung für sich.
Aktuell wird Bundesbildungsministerin Schavan vorgeworfen, Teile ihrer Doktorarbeit abgeschrieben zu haben. Sie selbst bestreitet das.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)