15. Oktober 2012
Kein Preis ist auch ein Statement.
Und wirft ein zweifelhaftes Licht auf afrikanische Politiker. Die Mo-Ibrahim-Stiftung in London verleiht normalerweise jährlich einen Preis für gutes Regieren in Afrika. In diesem Jahr teilte die Stiftung in der BBC mit, dass der Preis nicht vergeben werde. Kein Kandidat habe die Kriterien erfüllt.
Der Preis ist mit umgerechnet knapp vier Millionen Euro dotiert. Wer ihn bekommen will, muss demokratisch gewählt worden sein, freiwillig aus dem Amt geschieden und den Lebensstandard in seinem Land verbessert haben. Auch 2009 und 2010 hatte die Stiftung niemanden gefunden, der das ihrer Meinung nach geschafft hatte.
Mit dem Preis will der Mobilfunkunternehmer Mo Ibrahim die demokratische Entwicklung in Afrika unterstützen. Im vergangenen Jahr wurde der ehemalige Präsident von Kap Verde Pedro Verona ausgezeichnet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)