16. Oktober 2012
Bei dem Wort "Franchising" denken viele an McDonald's oder den Sandwich-Laden Subway.
Doch auch deutsche Universitäten vergeben ganze Studiengänge an private Bildungsanbieter. Darüber berichtet das "Handelsblatt". Das akademische Franchising funktioniere so: Eine staatliche Hochschule verleiht einen ihrer Studiengänge an einen privaten Bildungsträger. Für den Inhalt sei die Hochschule zuständig, für die Organisation oder Räumlichkeiten der private Partner. Oft werde dies bei berufsbegleitenden Studiengängen in Anspruch genommen, derzeit seien es bundesweit 50. Kritiker befürchten laut "Handelsblatt", dass durch diese Kooperationen die Qualität der Ausbildung leide und dass Abschlüsse entwertet würden. Der Vizevorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz, Joachim Metzner, betont in der Zeitung, dass Hochschulen Orte der Wissenschschaft bleiben müssten und nicht zu Diplomierungsagenturen werden dürften.
Ausführlich greift dieses Thema das Portal Studis-online auf.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)