16. Oktober 2012
Das Konto zu überziehen, ist in Deutschland noch immer viel zu teuer.
Dieses Fazit zieht die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest". Demnach bereichern sich vor allem kleine Banken und Sparkassen an ihren klammen Kunden. Im Schnitt werden demnach für einen Dispositionskredit knapp zwölf Prozent Zinsen fällig, der Höchstsatz liegt bei mehr als 15 Prozent. Und das, obwohl sich die Banken selbst für 0,75 Prozent Geld leihen könnten - so die Kritik von Stiftung Warentest.
Außerdem mangele es den Banken und Sparkassen weiterhin an Transparenz. Manche verschleierten regelrecht, wie teuer es werde, das Konto zu überziehen. Von den mehr als 1.500 befragten Instituten habe nur ein Drittel freiwillig Auskunft über die Höhe der Zinsen gegeben.
Die Grünen dringen deshalb auf gesetzliche Obergrenzen. Zur Begründung sagte ihre verbraucherpolitische Sprecherin im Bundestag, Nicole Maisch: Wenn der Markt versage, müsse die Politik aktiv werden.
http://www.test.de/Dispozinsen-Banken-verweigern-Auskunft-4453180-0/
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)