16. Oktober 2012

Betrug in Indien: "Summe ist zu niedrig, um wahr zu sein"

Auch Betrug muss sich lohnen.

Mit diesem Argument hat ein indischer Minister seinen Kabinettskollegen in Schutz genommen, der umgerechnet 103.000 Euro veruntreut haben soll. Stahlminister Beni Prasad Verma erklärte, dieser Betrag sei viel zu niedrig für einen Bundesminister, als dass er die Vorwürfe ernst nehmen könne. Die Zeitung "Times of India" zitiert ihn mit den Worten: Ginge es um das Hundertfache, sähe es anders aus.

Ein Kommentator der Zeitung nannte Vermas Äußerungen völlig daneben. Sie sprächen für die blasierte Haltung der politischen Klasse in Indien zu Betrug und Korruption. Verma relativierte seine Worte daraufhin und erklärte, Korruption sei immer ein Übel - im Großen wie im Kleinen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)