16. Oktober 2012
Sie wurden des Unterrichts verwiesen, weil sie ihr Kopftuch nicht absetzen wollten.
Der Streit um den Rauswurf der fünf muslimischen Schülerinnen im russischen Stawropol kommt nun laut Medienberichten vor Gericht. Das Bildungsministerium hatte der Schule Recht gegeben, nun haben sich die Eltern der Fünftklässlerinnen an die Staatsanwaltschaft gewandt. Das Urteil kann richtungsweisend sein für die etwa 20 Millionen Muslime, die in Russland leben. Vor allem im Nordkaukasus gibt es immer wieder Übergriffe von Islamisten auf Frauen ohne Kopftuch.
In Deutschland ist das Kopftuchtragen für Lehrerinnen in etwa der Hälfte der Bundesländer verboten. Auch im laizistischen Frankreich gilt seit 2004 ein Verbot der Kopfbedeckung in der Schule.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)