17. Oktober 2012
Sie können zur Überwachung eingesetzt werden, aber auch als tödliche Waffe.
Drohnen sind unbemannte und ferngesteuerte Flugkörper, die nach Ansicht der US-Regierung sehr präzise sind und nur das treffen, was sie treffen sollen. Kai Ambos, Strafrechtsprofessor an der Universität Göttingen hat dazu eine ganz andere Meinung. Wie er in der "Süddeutschen Zeitung" schreibt, ist der Einsatz von Drohnen zum Beispiel im Kampf gegen den Terror in Pakistan oder Afghanistan juristisch heikel. Denn auch in Kriegszeiten müsse der militärische Angreifer zwischen Zivilisten und bewaffneten Kämpfern unterscheiden. Das sei, sagt Ambos, beim Einsatz der unbemannten Fluggeräte nicht möglich. Er führt zum Beleg eine US-Studie an, wonach zwischen 2004 und 2012 bis zu 880 Zivilisten durch Drohnen getötet wurden.
Die räumliche Distanz zwischen demjenigen, der die Drohne in einem Kontrollzentrum bedient und den Opfern setze zudem die Tötungshemmung herab. Ambos fordert deshalb, auf den Einsatz von Drohnen zu verzichten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)