17. Oktober 2012

Privatunternehmen verklagt US-amerikanische Vergabestelle für Domains

Das Privatunternehmen "name.space" verklagt die von den USA gegründete Stiftung für die Vergabe von Domainnamen, die ICANN.

Die ICANN koordiniert seit vierzehn Jahren die Adressvergabe im Internet. Sie vergibt so genannte Top-Level-Domains, etwa .info oder .com. Damit gewährleistet ICANN, dass bestimmte Namen und Adressen im Internet nur einmal vergeben werden. Im Jahr 2000 hatte die Stiftung private Unternehmen eingeladen, gegen eine Summe von 50.000 US-Dollar Anträge für neue Domain-Namen zu stellen. Das Unternehmen "name.space" zahlte damals, ging bei der Verteilung aber leer aus. Wie der heise-Online-Dienst berichtet, will die ICANN in dieser Woche wieder neue Top-Level-Domains vergeben. Allerdings kosteten die Anträge nicht mehr 50.000 US-Dollar, sondern 22 Millionen. Wenn "name.space" keinen Antrag stelle, dann verfielen alle Ansprüche der Firma auf die Domainnamen. Nun zieht "name.space" vor Gericht. In der Klage wirft sie der ICANN vor, gegen Markenrecht, Kartellrecht und Wettbewerbsrichtlinien zu verstoßen. Die ICANN ist laut Kläger ein Insiderclub mit Vetternwirtschaft, dessen Funktionäre sich die Konkurrenz vom Leib halten wollen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)