17. Oktober 2012

Augen-Scan hilft bei MS-Diagnose

In Zukunft sollen Ärzte nur noch fünf Minuten brauchen, um den Zustand von Patienten mit Multipler Sklerose zu ermitteln.

Forscher der John Hopkins Universität haben herausgefunden, dass ein Augen-Scan genauso aussagekräftig ist, wie eine Magnetresonanztomographie, ein MRT. Das Auge fungiere als eine Art Fenster in das Gehirn. Verändere sich das Gehirn, so veränderten sich auch die Nerven im hinteren Teil des Auges. Mit einer neuen Software könnten die Forscher diese Veränderungen jetzt erfassen. Zudem gebe der kostengünstige Scan Hinweise darauf, dass die Ursache von Multipler Sklerose nicht wie bislang vermutet am Myelin im Gehirn liege. Im Auge befinde sich nämlich kein Myelin und trotzdem verändere es sich, wenn es den Patienten schlechter gehe. Multiple Sklerose ist eine Erkrankung des Zentralen Nervensystems, sie kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, etwa zu Sehstörungen oder Lähmungen.

Der Artikel beim IWD-Wissenschaftsdienst

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)