17. Oktober 2012

"Pussy Riot" beschwert sich beim Presserat über FAS

Häufig ist es die BILD, diesmal ist es die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", die sich eine Beschwerde vor dem Deutschen Presserat eingehandelt hat.

Die russische Punkband "Pussy Riot" beklagt, die Zeitung habe private Informationen und Gerüchte aus staatsnahen russischen Medien ungeprüft übernommen. Laut dem Anwalt der Musikerin Nadeschda Tolokonnikowa heißt es in einem Artikel vom 25. August, seine Mandantin habe ihr Kind von einem Computertisch fallen lassen. So werde ihr unterstellt, eine schlechte Mutter zu sein. Außerdem werde Tolokonnikowa der Lüge bezichtigt. Die 22-Jährige habe keine Möglichkeit gehabt, sich zu äußern.

- Die Frauen-Band "Pussy Riot" hatte im Februar mit einem Punk-Gebet in der russisch-orthodoxen Hauptkirche in Moskau gegen Wladimir Putin demonstriert. Im August waren die Bandmitglieder wegen Rowdytums aus religiösem Hass zu je zwei Jahren Straflager verurteilt worden. Eine der drei Frauen kam vergangene Woche überraschend auf Bewährung frei.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)