18. Oktober 2012
Código Florestal, so heißt in Brasilien das Gesetz zum Schutz des Waldes.
Der Kongress will die Bestimmungen darin aufweichen, mehrere Änderungen wurden bereits beschlossen. Zum zweiten Mal hat nun aber die brasilianische Präsidentin, Dilma Rousseff, ihr Veto eingelegt. Neun Punkte lehnte sie ab: Unter anderem eine Verringerung der Schutzflächen an Flussufern. Der Kongress meint, dass bei kleinen Flüssen 15 statt bisher 20 Meter ausreichen. Außerdem sollte es erlaubt werden, dass in ökologisch sensiblen Gebieten Orangen oder Äpfel in großem Stil angebaut werden. Doch Rousseff stoppte die Monokulturen und verhinderte auch Anreize für weitere Abholzungen.
Der Código Florestal gilt seit 1965. Er regelt die Nutzung von Waldgebieten und ökologisch sensiblen Räumen in Brasilien. Die Agrarlobby will mehr Anbauflächen. Kritiker lehnen vor allem im Amazonasgebiet Rodungen ab.
Hier geht's zur Erklärung der Präsidentin.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)