18. Oktober 2012

Bürgerkriegs-Kinder sollen lernen, auf Gewalt zu verzichten

Seine Doktorarbeit soll ein Beitrag zum Frieden sein.

Der Psychologe Anselm Crombach beschäftigt sich mit traumatisierten Kindern in Burundi. In der Zeitschrift "Gehirn und Geist" erklärt er, wie er ihnen hilft, ihre Gewalt-Erfahrungen aus der Bürgerkriegszeit zu verarbeiten und dann selbst weniger gewalttätig zu sein. Crombach nennt zwei Typen von Aggression: Eine, die aus negativen Gefühlen wie Angst, Ärger oder Hilflosigkeit entsteht und eine, die mit positiven Gefühlen einhergeht, wie Kontrolle oder Macht.

Damit die Kinder solche Muster durchschauen, baut der Psychologe mit ihnen eine Lebenslinie: An einer Schnur reihen sie Erinnerung auf. Blumen stehen für schöne Erlebnisse, Steine für schlechte. Papierkugeln und Stöcke symbolisieren Situationen, in denen das Kind selbst Gewalt angewendet hat.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)