18. Oktober 2012
Die deutschen Energiekonzerne haben keine Wahl, das Ende ihres Versorgungsmonopols ist in Sicht.
Der Direktor des Think Tanks "World Future Council" Stefan Schurig fordert in der Süddeutschen Zeitung ein Umdenken der Konzerne. Sollte dies nicht geschehen, werden sie in Zeiten der Energiewende keine Zukunft haben. Schurig wirbt in seinem Beitrag für das Gesetz über die Erneuerbaren Energien. Bislang spreche man vor allem davon, wie teuer das sei. Die massiven Widerstände kommen daher, dass laut Schurig zwei Gegensätze aufeinander prallen: Auf der einen Seite die zentralen Konzerne, die punktuell Energiequellen ausschöpfen. Die die Kosten für Brennstoffe und die Schäden, die sie verursachen, an den Verbraucher weitergeben. Auf der anderen Seite der neue umweltfreundliche Energiesektor, der dezentral organisiert ist, wo von den kleinen Stadtwerken bis zum einzelnen Verbraucher jeder an der Energiegewinnung beteiligt werden kann. Bei den Erneuerbaren Energien fallen laut Stefan Schurig viele Kosten weg, weil der Umwelt kein nachhaltiger Schaden entsteht und Brennstoffe nicht mühsam gefördert werden müssen. Damit entstehe am Ende eine neue bürgerliche Energiesouveränität.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)