18. Oktober 2012
Der Konzern Unilever ist zwar gegen eine Ampel-Kennzeichnung von ungesunden Lebensmitteln, denn Nahrung sei dafür zu komplex. Bei seinen Mitarbeitern sieht es der Konzern dagegen nicht ganz so eng.
Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, teilt der Lebensmittelkonzern seine Mitarbeiter im Management in Kategorien ein. Mit Grün würden Mitarbeiter gekennzeichnet, die viel Potenzial haben und sich damit für Beförderungen empfehlen. Unter die rote Kategorie fielen diejenigen, die das Unternehmen auch als "Under-" oder "Low-Performer" bezeichne. Diesen würden dann Weiterbildungsmaßnahmen oder ein Mentoringprogramm angeboten. Der Betriebsrat findet die Ampel hingegen nicht sehr hilfreich. Personalentwicklung sei zwar wichtig, aber nur so lang, wie der Druck auf die Mitarbeiter nicht zu hoch werde. So gebe es bei Unilever vergleichsweise viele Burnot-Fälle und Abgänge aus dem Unternehmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)