18. Oktober 2012

Berliner Naturkundemuseum findet fossile Sensation

Manchmal schlummern Sensationen jahrzehntelang in einer Schublade.

In diesem Fall dauerte es hundert Jahre, bis das Geheimnis gelüftet wurde. Wissenschaftler fanden in den Tiefen des Berliner Museums für Naturkunde ein Fossil, das man einst als Rest eines unbestimmten Quastenflossers abgelegt hatte. Tatsächlich handelt es sich aber um einen Ur-Vierfüßer - und zwar aus einer Zeit, aus der so gut wie keine anderen Zeugnisse überliefert sind: nämlich aus der Anfangszeit des Unter-Karbons.

Damals, vor 340 Millionen Jahren, vollzogen die Vierfüßer den entscheidenden Schritt vom Wasser aufs Land. Äußerlich erinnerten sie an Salamander. Später entwickelten sich daraus Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Die Vierfüßer selbst starben aus.

Woher genau das Fossil stammt, konnte nicht mehr geklärt werden, vermutlich aber aus Nordamerika.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)