18. Oktober 2012

Petition gegen Gema: 50.000 haben unterschrieben

Der Bundestag bekommt Druck in Sachen Musikrechte.

In einer Petition haben mehr als 50.000 Menschen die Abgeordneten aufgefordert, die Gema-Regeln zu ändern. Sie wehren sich damit gegen die sogenannte Gema-Vermutung. Danach wird angenommen, dass Musik zum Beispiel in Discos oder Bars von Gema-Mitgliedern stammt. Demzufolge müssen die Veranstalter Gebühren an die Verwertungsgesellschaft zahlen.

Wird Musik von Künstlern, die nicht von der Gema vertreten werden, gespielt, müssen die Veranstalter das nachweisen. Die Unterstützer der Petition kritisieren, das schaffe einen enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Das Gesetz wird außerdem als veraltet kritisiert. Die Gema vertrete nur einen Bruchteil aller internationalen und vor allem im Internet aktiven Künstler.

Der Petitionsausschuss des Bundestages muss jetzt entscheiden, ob er sich mit dem Anliegen befasst.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)