18. Oktober 2012
Die Tschechen wollen sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.
In einem jahrelangen Streit mit der EU gab es für das Land jetzt allerdings eine Niederlage. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs darf Streichbutter aus Tschechien nicht mehr so genannt werden. Die Begründung: Butter muss mindestens 80 Prozent Milchfett enthalten. Der Brotaufstrich aus Tschechien kommt aber wesentlich schlanker daher - mit nicht einmal 30 Prozent Fett. Deswegen müsse die korrekte Bezeichnung "streichfähiges Fett" lauten.
Das Landwirtschaftsministerium in Tschechien will das Urteil jetzt prüfen. Vertreter der Industrie verteidigen das Produkt als "regionale Spezialität". Es wird seit den 70er Jahren hergestellt. Jeder Tscheche isst davon im Schnitt rund ein Kilogramm pro Jahr. Der Aufstrich besteht aus Schmand und Milchpulver.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)