18. Oktober 2012
Je mehr wir uns in einen anderen Menschen hineinversetzen, desto mehr sind wir bereit, uns auch für ihn einzusetzen.
Das haben Forscher der Universität Wien jetzt wissenschaftlich bestätigt. Sie baten Probanden, Texte über Personen in Notfallsituationen zu lesen. Mal war es nötig, sich in die Person hinein zu versetzen, um sie zu verstehen; andere Texte enthielten rein sachliche Informationen.
Anschließend mussten die Versuchsteilnehmer entscheiden, ob sie diese Person opfern würden, um das Leben anderer Personen zu retten. Das Ergebnis: Personen, zu denen die Probanden zuvor eine gedankliche Beziehung aufgebaut hatten, wurden wesentlich häufiger verschont.
Ein Gehirnscan zeigte außerdem, dass die Probanden mit den Personen mitfühlten - und zwar so, als erlebten sie die Situation selbst.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)