19. Oktober 2012

Japanischer See hilft bei der Altersbestimmung von Fossilen

Was Baumringe können, kann der Suigetsu-See in Japan noch besser.

Er wird der Wissenschaft künftig helfen, das Alter zum Beispiel eines Fossils noch genauer zu bestimmen als bisher. Denn Forscher unter anderem aus Potsdam und Berlin haben anhand von Bohrkernen vom Grund des Sees die sogenannte C-14- oder Radiokarbon-Methode verfeinert.

Bisher galten in diesem Zusammenhang Baumringe als Referenzpunkt. Der jeweilige C-14-Gehalt verschieden alter Ringe lieferte Anhaltspunkte dafür, wie alt ein Fossil mit ähnlichem C-14-Gehalt war. Ab einem Alter von 12.500 Jahren wurde diese Art der Bestimmung jedoch ungenau. Und genau diese Lücke schließt nun der Suigetsu-See.

Am Boden dieses besonders ruhigen Gewässers blieb das abgelagerte organische Material jahrtausendelang ungestört. Deshalb lässt sich der C-14-Gehalt und damit das Alter der jeweiligen Schichten nun um 40.000 Jahre weiter zurückverfolgen als bei den Baumringen. Und damit auch das Alter von Fossilen.

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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)