19. Oktober 2012

Transplantationspatienten in Europa besser aufgehoben

Es macht einen Unterschied, ob man in Europa oder in den USA eine Niere transplantiert bekommt.

Für die Studie haben sich die Mediziner der Uniklinik Heidelberg 50.000 Patientendaten aus Europa und den USA angeschaut und geprüft, ob und wie gut die transplantierten Nieren funktionieren. Im Online-Magazin Transplantation schreiben die Mediziner, dass nach einem Jahr die Rate beider Kontinente noch gleichauf bei 90 Prozent liegt. Nach zehn Jahren allerdings wird ein Unterschied sichtbar: Dann funktionieren in Europa noch 56 Prozent der Organe, in den USA nur noch 46 Prozent, ein Unterschied von 10 Prozentpunkten. Die Forscher vermuten, dass das daran liegt, dass die US-amerikanische Krankenversicherung "Medicare" nur drei Jahre lang wichtige Medikamente bezahlt. Diese Medikamente sollen ein Abstoßen des neuen Organs durch den eigenen Körper verhindern. In Europa bekommen die Patienten die Medikamente ein Leben lang.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)