19. Oktober 2012

Autorin Wiedemann kritisiert einseitiges Weltbild von westlichen Journalisten

Was wissen deutsche Medienvertreter über fremde Länder und Kulturen?

Nach Meinung der Journalistin Charlotte Wiedemann ziemlich wenig. Im Gespräch mit dem "Tagesspiegel" sagte sie, die westliche Medienbranche tendiere dazu, eine Weltsicht absolut zu setzen, die eurozentrisch, weiß und säkular sei. Viele schrieben über den Islam, ohne ihn zu kennen und maßten sich gleichzeitig sehr harte Urteile an. Amerikanische und europäische Medien hätten außerdem genug Geld, um ihre Weltsicht anderen aufzudrängen.

Wiedemann wünscht sich deshalb mehr Berichterstatter mit gemischt-kulturellem Hintergrund.

Von ihr ist das Buch "Vom Versuch nicht weiß zu schreiben. Oder. Wie der Journalismus unser Weltbild prägt" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)