19. Oktober 2012
Die Kriege sind mittlerweile zwanzig Jahre her. Jetzt haben sich Bosnien, Serbien und Kroatien auf eine gemeinsame Datenbank für Vermisste Personen geeinigt.
Laut dem Online-Magazin Balkaninsight.com wollen die drei Länder bilaterale Abkommen miteinander vereinbaren. Die gemeinsame Datenbank soll bei der Suche nach Vermissten helfen, aber auch anzeigen, wie viele überhaupt noch verschwunden sind. Zudem könnten sich so die lokalen Initiativen, die zum Beispiel Menschen exhumieren und identifizieren, untereinander vernetzen. In den verschiedenen kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Balkan in den 90er Jahren sind nach bisherigen Schätzungen vermutlich insgesamt 40.000 Menschen verschwunden. 30 Prozent der Vermissten sind nach wie vor nicht wieder aufgetaucht.
http://www.balkaninsight.com/en/article/balkan-countries-to-form-missing-persons-database
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)