19. Oktober 2012
Baron Münchhausen konnte es ja: Das eine Auge blickte nach links, das andere nach rechts und so schoss er gleichzeitig auf seine Gegner auf beiden Seiten.
Göttinger Forscher haben jetzt an Rhesusaffen getestet, ob sie ihre visuelle Aufmerksamkeit auch so aufteilen können. Dafür mussten die Affen nicht schielen, aber sie wurden darauf trainiert, auf einem Monitor zwei wichtige Objekte wahrzunehmen. Dazwischen platzierten die Wissenschaftler einen Störreiz. Es zeigte sich, dass die zuständigen Nervenzellen im Gehirn der Affen auf die beiden wichtigen Objekte verstärkt reagierten und den Störreiz ausblendeten. Damit sei die große Anpassungsfähigkeit des Gehirns bewiesen. Die Forscher schließen vom Affen auf den Menschen. So erlaube dieses Multitasking auch dem Menschen, mehrer Dinge gleichzeitig zu beachten. Deswegen könne er sich zum Beispiel im Straßenverkehr sicher bewegen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)