19. Oktober 2012
Beim Sex stehen Taufliegenmännchen vor einem Problem: Nur jungfräuliche Weibchen sind zur Begattung bereit, die bereits begatteten haben kein Interesse mehr an Sex.
Am Wiener Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie beobachteten die Forscher, wie Fliegenmännchen, die willigen von den unwilligen Weibchen am Geruch unterscheiden. Aus dieser Erfahrung lernen sie. Damit untersucht der Neurobiologe Sebastian Krüttner die Entstehung von Kurz- und Langzeitgedächtnis. In seinen Studien konnte er das komplexe Zusammenspiel zweier Moleküle entschlüsseln, das durch Eiweißsynthese die Synapsen dauerhaft verändert: So entsteht Gedächtnis.
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Neuron" beschreibt Krüttner die Details und leitet daraus ein allgemeines Prinzip ab. Das könnte zukünftig auch in der menschlichen Gedächtnisforschung hilfreich sein - denn wie unser Gehirn Gedächtnisinhalte speichert, ist über weite Strecken noch unerforscht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)