19. Oktober 2012

Präventionsprojekt für Pädophilie-Gefährdete wird fortgesetzt

Behandeln, bevor etwas passiert - das ist das Ziel von Präventionsprojekten für Pädophilie-Gefährdete.

Weil die Nachfrage so groß ist, wurde die Förderung für das Projekt Dunkelfeld an der Universität Leipzig jetzt bis zum Jahr 2014 verlängert. Seit dem Start vor einem Jahr hätten sich bereits rund 90 Hilfesuchende an die Ambulanz gewandt, sagte Projektleiter Henry Alexander der Nachrichtenagentur dapd. Ziel sei es, sexuelle Gewalt an Kindern sowie die Nutzung von kinderpornografischen Darstellungen bereits im Vorfeld zu verhindern. Personen, die auf Kinder gerichtete sexuelle Fantasien bei sich feststellten, aber keinesfalls Übergriffe begehen wollten, könnten sich für eine kostenlose Therapie melden.

Die Universität Leipzig orientiert sich am gleichnamigen Projekt "Kein Täter werden" der Berliner Charité. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Hilfesuchenden über ein Problembewusstsein für ihre sexuelle Neigung verfügen und von sich aus, ohne gerichtlichen Druck, therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)