22. Oktober 2012
Wenn die Erde bebt, kann das auch am Menschen liegen.
Bei einem Beben in der südspanischen Stadt Lorca im Mai vergangenen Jahres war das offenbar der Fall. Ein internationales Forscherteam berichtet im Fachjournal "Nature Geoscience", es gebe zumindest deutliche Anzeichen dafür, dass das Beben durch das Verhalten des Menschen beeinflusst wurde.
Sie fanden heraus, dass das massenhafte Abpumpen von Grundwasser an einer schon bestehenden seismischen Bruchlinie zu neuen Rissen und Spannungen in der Erdkruste führte. Das Abpumpen habe das Beben also nicht direkt ausgelöst, sondern vermutlich natürliche Prozesse beschleunigt. Neun Menschen kamen damals in Lorca ums Leben, 300 wurden verletzt.
Die Wissenschaftler fordern, dass sich der Mensch über das selbst verursachte Erdbebenrisiko klarer wird. Das gelte auch im Zusammenhang mit der unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)