22. Oktober 2012

Architekturkritiker: Kabelsalat von Serverfarmen ist ästhetisch

Auch Kabelsalat kann ästhetisch sein.

Das findet der New Yorker Architekturkritiker Andrew Blum, nachdem er zwei Jahre lang die Internetknotenpunkte und Serverfarmen dieser Welt besucht hat. Das Ergebnis ist ein Buch, das heute unter dem Titel "Kabelsalat" auch auf deutsch erscheint.

In der "Süddeutschen Zeitung" erzählt Blum, wie eine Serverfarm von innen aussieht: kalt, laut, Stahlkäfige mit blinkenden, kühlschrankgroßen Routern und Decken, die man vor lauter Kabelsträngen kaum noch sieht.

Gesteuert würden all diese Maschinen von weltweit ein paar hundert extrem intelligenten Computerfreaks, die sich untereinander alle kennen und gelegentlich ein Bier miteinander trinken. Und das, so Blum, sei auch gut so. Denn wenn es im Internet mal irgendwo auf der Welt hake, wüssten diese Freaks genau, wem sie eine SMS schicken müssten, um das Ganze wieder ans Laufen zu bringen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)