22. Oktober 2012
Traditionen sollten gepflegt werden, doch diese droht in Vergessenheit zu geraten.
Denn das japanische Kampfschwimmen in etwa 15 Kilogramm schweren Metall-Rüstungen wird fast nur noch von Frauen über 60 betrieben. Laut japanischem Schwimmverband handelt es sich um eine Disziplin der traditionellen Samurai-Kunst. Ältere Damen pflegten sie als Bestandteil einer kultivierten Erziehung - ähnlich wie die Blumensteckkunst Ikebana oder die Teezeremonie.
Entstanden ist das Kampfschwimmen zur Blütezeit der Samurai im Japan des 15. und 16. Jahrhunderts, und zwar als Überlebensstrategie. Vor 100 Jahren wurde es auch noch in Schulen unterrichtet. Heute geht es dabei weniger um Schnelligkeit als vielmehr um Form und Schönheit der Bewegung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)