22. Oktober 2012
"Die BBC steckt in der schlimmsten Krise seit ihrer Gründung."
Mit diesen Worten kommentiert ein altgedienter Korrespondent der British Broadcasting Corporation die Entwicklung im Fall Jimmy Savile. Der im vergangenen Jahr verstorbene Moderator der "BBC" soll über Jahrzehnte kleine Mädchen sexuell missbraucht haben - insgesamt mehr als 200.
Jetzt verdichten sich die Hinweise, dass Verantwortliche der "BBC" davon gewusst haben, die Sache aber unter den Teppich kehrten. Ein Mitarbeiter bestätigt, dass das "BBC"-Magazin Newsnight im vergangenen Jahr über die Vorwürfe gegen Savile berichten wollte. Nicht namentlich genannte Vorgesetzte hätten die Ausstrahlung aber verhindert. Der Mitarbeiter sagte, er habe seine Chefs damals vor einer Vertuschungsaffäre gewarnt.
Nun muss die "BBC" aufklären - heute Abend im Programm und morgen im Parlament. Dann soll Senderchef George Entwistle den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)