23. Oktober 2012

Rückspiegel: Vor zehn Jahren begann die Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater

An dieser Stelle schauen wir immer in die Geschichte. Heute vor zehn Jahren begann die Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater.

41 Terroristen aus Tschetschenien stürmten am 23. Oktober 2002 eine Musical-Vorführung und nahmen mehr als 800 Zuschauer und Schauspieler als Geiseln. Die Männer und Frauen in Tarnanzügen verminten den Saal, hatten Maschinenpistolen, Granaten und Sprengstoffgürtel dabei.

Kurz nach Mitternacht veröffentlichten die Rebellen ihre Forderung im Internet: Die russischen Truppen sollten aus Tschetschenien abziehen. Rund 150 Menschen ließen sie frei, der Rest blieb drei Tage lang gefangen. Präsident Wladimir Putin lehnte Verhandlungen ab, bis er das Theater schließlich stürmen ließ. Zuvor wurde ein Narkosegas über die Luftschächte in den Raum geleitet. Die Polizisten erschossen alle Geiselnehmer. Doch die meisten waren ohnehin schon tot, vergiftet durch das Nervengas, wie auch Dutzende Zuschauer. Die russischen Behörden versuchten den Gaseinsatz geheimzuhalten. Später stellte sich heraus, dass die Dosierung zu hoch gewesen war.

Hier geht's zu einem Dossier über die Geiselnahme auf spiegel.de.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)