23. Oktober 2012
Um die weltweite Gesundheitsversorgung ist es schlecht bestellt: Nicht nur das Geld wird knapp, auch die Zeit läuft davon.
Diese Warnung stammt von der Wissenschaftsjournalistin Laurie Garrett. Die Expertin des amerikanischen Denkfabrik "Council on Foreign Relations" sagte beim Weltgesundheitsgipfel in Berlin, eines der größten Probleme sei die katastrophale finanzielle Aufstellung in ihrem Bereich. Das meiste Geld für die weltweite Gesundheit stamme von der US-Regierung und der "Bill and Melinda Gates Foundation". Aber, so Garrett, bei der US-Regierung müsse man sicher mit Kürzungen rechnen und die Vergabe bei der Gates-Stiftung sei alles andere als transparent. Deshalb stehe die globale Gesundheit kurz vor dem Kollaps.
Auf dem Weltgesundheitsgipfel an der Berliner Charité treffen sich noch bis morgen (Mittwoch) mehr als tausend Experten. Hauptthemen heute sind der Plan 2020 der Weltgesundheitsorganisation sowie die Situation in Asien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)