23. Oktober 2012
Eigentlich soll es Leben retten.
Mehrere Studien weisen aber darauf hin, dass das Notfallmittel HES teilweise mehr schadet als es hilft. HES steht für Hydroexyethylstärke. Es ist das Mittel, dass Patienten im Krankenwagen per Tropf bekommen, damit ihr Blut weiter zirkuliert - auch bei ganz niedrigem Blutdruck.
Zeit Online berichtet jetzt über eine Studie aus Kopenhagen, nach der von knapp 400 HES-Patienten 200 starben. Bei einer Gruppe, die ein anderes Mittel bekam, gab es 30 Todesfälle weniger. Auch eine australische Studie hat gezeigt, dass Patienten, die mit HES behandelt wurden, eher starben als andere.
HES wurde bereits in den 70er Jahren in Deutschland zugelassen. Inzwischen haben die Behörden angeregt, die Risiken des Mittels neu zu bewerten. Der Prozess ist laut Wissenschaftlern aber langwierig.
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2012-10/notfallmedizin-arzneimittel-hes-risiken
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)