24. Oktober 2012
"Sie haben sich gerade in jemand anderen verwandelt! Ihr Gesicht hat sich verformt!"
Das hat ein Epilepsiepatient bei einer Elektroden-Behandlung in den USA gerufen und Wissenschaftlern dadurch zu einer neuen Entdeckung verholfen. Die Forscher berichten im Fachmagazin "Journal of Neuroscience", dass sie herausgefunden haben, wo im Gehirn die Gesichtswahrnehmung sitzt - also die Fähigkeit, sich Gesichter zu merken. Demnach sind zwei kleine Zellklumpen in einer Windung des Schläfenlappens dafür entscheidend.
Die US-Forscher erhoffen sich, dass durch ihre Erkenntnis die Gesichtsblindheit besser behandelt werden kann. Bei dieser Krankheit können sich Betroffene Gesichter anderer nicht merken, weil sie sie nicht richtig erkennen.
[doi:10.1523/JNEUROSCI.2609-12.2012]
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)