24. Oktober 2012
Jetzt noch das Zitat des Tages, passend zu unserem Tagesthema 'Mahnmal'.
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart."
Gesagt hat das der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Er war von 1984 bis 1994 deutsches Staatsoberhaupt. Der heute 92-Jährige galt während seiner Amtszeit und danach als das personifizierte Gewissen der Bundesrepublik. Das liegt vor allen an seinen Reden. Als seine wichtigste wird heute die Bundestags-Ansprache am 8. Mai 1985 gewertet. Darin erinnerte Weizsäcker an die Befreiung vom Naziregime und analysierte die widersprüchlichen Gefühle der Deutschen zu ihrer Vergangenheit. Weizsäcker wurde 1920 als Diplomatenkind geboren, engagierte sich in der evangelischen Kirche und saß ab Ende der 60er Jahre für die CDU im Bundestag. Anfang der 80er Jahre war er Regierender Bürgermeister in Berlin. Als Bundespräsident verlegte er nach der Wiedervereinigung den Amtssitz in die neue Hauptstadt und setzte sich für die deutsch-deutsche Annäherung und die Aussöhnung mit Polen ein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)