24. Oktober 2012
Wie kann es sein, dass ein Scheinmedikament einem Patienten wirklich hilft? US-Forscher haben dazu neue Erkenntnisse.
Demnach besitzen einige Menschen eine Genvariante, die sie für den sogenannten Placebo-Effekt empfänglicher macht. Das heißt: Sie reagieren auf ein Scheinmedikament so, als wenn sie ein wirksames Mittel bekommen hätten. Die Forscher hatten für ihre Studie das Erbgut von Patienten mit Reizdarm-Syndrom untersucht, die ohne es zu wissen nur eine Schein-Akupunktur bekamen. Das Ergebnis: Studienteilnehmer mit einer bestimmten Variante eines COMT-Gens sprachen sechs Mal besser auf die Placebo-Behandlung an als andere Patienten. Nach Angaben der Forscher könnte das Ergebnis der Untersuchung dabei helfen, klinische Studien und Arzneimitteltests zu verbessern. Ihre Erkentnisse veröffentlichten die US-Wissenschaftler im Fachmagazin "PloS One".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)