24. Oktober 2012

US-Studie: je heißer das Klima, desto mehr Konflikte in Ostafrika

Warme Tage können Konflikte im Osten Afrikas richtiggehend "anheizen".

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des US-Fachmagazins "PNaS". Die Forscher hatten dafür fast 17.000 Konflikte zwischen 1990 und 2009 in neun Ländern im Osten Afrikas untersucht und mit Klimatabellen abgeglichen. Ihr Fazit: in überdurchschnittlich heißen Jahren steigt die Möglichkeit einer Auseinandersetzung um 30 Prozent.

Ihre Erklärung: In heißen Jahren sei vor allem die Ressource Wasser knapp, so dass viele Menschen dicht um die verbliebenen Wasserquellen zusammenleben müssten. Das könne Konflikte auslösen. Dürre könne zudem Ernten vernichten und so die Gefahr von gegenseitigen Plünderungen begünstigen.

Wie die Forscher mitteilen, haben sich bisherige Studien zu diesem Thema zu sehr auf lokale oder nationale Ereignisse konzentriert und somit widersprüchliche Ergebnisse geliefert.

Die Studie auf PNAS

Die ACLED-Database, die als Grundlage diente

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)