24. Oktober 2012
Therapeut verzweifelt gesucht - heißt es in der Schweiz.
Dort schrumpft die Zahl Studenten, die Psychiater und Psychologen werden wollen. Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, wollten an der größten Medizinischen Fakultät des Landes an der Universität Zürich im letzten Jahrgang gerade mal zwei Studienabgänger Psychiater werden. Gleichzeitig scheiden immer mehr praktizierende Ärzte wegen Pensionierung aus. Das bedeute, dass in zehn Jahren bei gleichbleibendem Bedarf etwa 1.000 Psychiater fehlten. Dem Bericht zufolge macht die Zunft selbst unter anderem das niedrige Einkommen in dem Fachbereich dafür verantwortlich. In der Schweiz verdient ein Kinder- und Jugendpsychologe demnach umgerechnet etwa 88.000 Euro jährlich und steht damit an letzter Stelle bei den Ärztehonoraren.
Die Schweizer sind mit diesem Nachwuchsproblem übrigens nicht allein: Auch in Deutschland wollen sich immer weniger Studenten auf diesen Fachbereich spezialisieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)