24. Oktober 2012
Wer als Art überleben will, der sollte sich am besten über den ganzen Globus ausbreiten.
Das haben Forscher aus Stanford und Berlin herausgefunden, indem sie unter anderem bis zu 500 Millionen Jahre alte Meeres-Fossilien untersuchten.
Dass seltene Tiere eher aussterben als häufig vorkommende Tiere, war den Forschern klar. Sie untersuchten aber die verschiedenen Arten von Seltenheit.
Eine Pinguin-Art lebt zum Beispiel nur auf wenigen Inseln bei Neuseeland. Auch wenn die Tiere dort in großen Zahlen anzutreffen sind, gelten sie global gesehen als selten.
Verschiedene Wal-Arten dagegen sind auf der ganzen Welt zu finden, aber nur in kleinen Gruppen; sie gelten deshalb auch als selten.
Das Ergebnis der Forscher war eindeutig: Meerestiere mit nur kleinen Verbreitungsräumen, die sich stark an ihre Umgebung angepasst haben - so wie die Pinguine -, können sechs mal schneller aussterben als weit verbreitete Tiere wie etwa die Wal-Arten.
Die Ergebnisse der Studie werden in dieser Woche im Journal "Proceedings of the Royal Society B." veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)