24. Oktober 2012
Zur Einweihung des Mahnmals für Sinti und Roma in Berlin sehen wir uns die Volksgruppe genauer an:
Mehr als eine halbe Million Sinti und Roma wurden während der Nazi-Zeit in ganz Europa Opfer der NS-Rassenideologie. Heute leben Schätzungen zufolge noch etwa 70.000 von ihnen in Deutschland.
Ursprünglich stammen sie aus Indien. Ihre gemeinsame Sprache, Romanes, ist mit Sanskrit verwandt. Vom indischen Subkontinent zogen sie ab dem 14. Jahrhundert in mehreren Migrations-Schüben nach Afrika und Europa, später dann auch nach Amerika und Australien.
Die Mehrheit der Sinti und Roma lebt heute in Europa. Roma kamen aus Ost- und Südost-Europa nach Deutschland, Sinti stammen von Angehörigen aus West- und Mitteleuropa ab. Überall dort, wo sie leben, sind sie eine Minderheit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)