24. Oktober 2012

Fehden sind kostspielig und nur selten hilfreich

Fehden gibt es seit Jahrhunderten: Sie kommen in vielen Gesellschaften vor und erstrecken sich manchmal über Jahrzehnte.

Doch schlau sind sie eigentlich nicht. Forscher am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie und der Universität Göttingen haben nach eigenen Angaben erstmals die Entstehung von Fehden untersucht und stellten fest: Sie sind für alle Beteiligten kostspielig und nur selten sinnvoll.

Die Forscher führten unter anderem verhaltensbiologische Experimente durch. Teilnehmer von Gruppenspielen durften sich gegenseitig bestrafen, um bestimmte Ziele durchzusetzen. Aus dem Verlauf folgerten die Forscher: Es hängt stark vom sozialen Umfeld ab, ob eine Bestrafung in eine Fehde ausartet. Gebiete ohne funktionierende Polizei und Justiz sind anfälliger für Fehden.

In Städten kämen sie seltener vor. Denn dort neigten die Menschen dazu, sich bei einem Streit einfach ein neues soziales Umfeld zu suchen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)