24. Oktober 2012

Ozeanversauerung hemmt Wachstum von Seeigellarven

Versauertes Ozeanwasser macht auch den Seeigeln zu schaffen.

Meeresbiologen und Humanmediziner haben zusammen herausgefunden, wie der gesunkene pH-Wert des Wassers das Wachstum von Seeigellarven beeinträchtigt.

Demnach benötigen die Körperzellen, die das Kalziumskelett der winzigen Larven herstellen, konstante Bedingungen. Durch die saure Umgebung müssten sie mehr Energie aufwenden, um ihren internen pH-Wert aufrecht zu erhalten. Diese Energie stehe dann nicht mehr für die ablaufenden Wachstumsprozesse zur Verfügung. Aufgrund der Verzögerung erhöht sich den Forschern zufolge wiederum das Risiko der Larven, einem ihrer zahlreichen Fressfeinde zum Opfer zu fallen - zum Schaden der gesamten Seeigelpopulation.

Das Meerwasser versauert, weil es das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Luft aufnimmt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)